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Mobile Hundephysiotherapie

 

BLUTEGELTHERAPIE

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Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte und traditionelle Form des Heilens (ca. 3000 Jahre alt), von deren positiven Wirkungen auf die Gesundheit Mensch und Hund gleichermaßen profitieren. Obwohl sie zu den ausleitenden Heilverfahren gezählt wird, liegt der gesundheitsfördernde Effekt besonders im Speichel des Egels (Saliva).


Die Karl und Veronica Carstens Stiftung zum Beispiel hat die Wirksamkeit der Blutegeltherapie beim Menschen (am Beispiel bei Kniearthrose) ausführlich dokumentiert.


Sehr erfolgreich wird die Blutegeltherapie inzwischen auch beim Hund angewendet. Besonders als alternative Schmerztherapie, da sie die inneren Organe wie Herz, Leber und Nieren nicht belastet und daher auch sehr gut für alte Tiere geeignet ist.

Viele Wirkstoffe aus dem Blutegelspeichel sind inzwischen bekannt (ca. 200 Substanzen) und werden als konventionelle Arzneimittel eingesetzt.



Die wichtigsten Stoffe mit ihren Wirkungen sind


- Hirudin (Hemmung der Blutgerinnung)

- Saratin / Calin (Hemmung der Blutgerinnung, durch das Nachbluten wirkt es wundreinigend)

- Protease-Inhibitoren wie Egline (Entzündungs- und Gerinnungshemmend, Durchblutungsfördernd, Antimikrobielle Wirkung)

- Orgelase/Hyaluronidase (Antimikrobiell, verstärkt Lymph- und Blutstrom)

- Apyrase (Hemmung der Zusammenklumpung der Thrombozyten)

- Histamin (Gefäßerweiterung, Erhöhung der Gefäßpermeabilität, Mediator bei Entzündungen)


also wirkt die Blutegeltherapie


- blutgerinnungshemmend

Blutegeltherapie beim Hund

Blutegeltherapie am Hund

- entzündungshemmend

- schmerzlindernd

- lymphstrombeschleunigend

- antithrombotisch


Die Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie sind


- Arthrose

- Spondylose

- Arthritis

- eitrige oder schlecht heilende Wunden

- Ekzeme, Hot Spots

- Bandscheibenvorfälle

- Hüft- oder Ellenbogendysplasie (HD oder ED)

Blutegeltherapie am Hund

Blutegelbehandlung bei Spondylose

- Hämatome oder Quetschungen

- Hautveränderungen wie Narben oder Schwielen

- Patellaluxation

- Kreuzbandriß und andere Bänderverletzungen

- Venöse Stauungen

- infizierte Insektenstiche (z.B. Zeckenbiss)

- Myopathien und Greyhoundsperre

- Ödeme und Operationswunden

- Sehnenscheidenentzündungen und Schleimbeutelentzündungen

- Rheuma

- Nervenentzündungen

- Blutohr



Blutegeltherapie Hund

Blutegeltherapie beim Hund am Ellenbogen

Die Blutegeltherapie darf nicht eingesetzt werden bei


- Hunden, die blutverdünnende Medikamente bekommen

- Blutarmut (Anämie)

- Blutgerinnungsstörungen

- Diabetes

- Immunschwäche

- Niereninsuffizienz

- Maligne Tumoren

- Hunden, die Schmerzmittel bekommen

- Hunden, die quecksilberhaltige Medikamente bekommen

- Erysispel



Die Wirkung einer Blutegeltherapie ist bei jedem Tier unterschiedlich. In vielen Fällen tritt die Wirkung unmittelbar nach der Behandlung ein, in anderen Fällen nach 24-48 Stunden. Bei akuten Prozessen reicht oft eine einzige Behandlung aus. Bei chronischen Erkrankungen sollte die Therapie in einem Zeitraum zwischen einer und drei Wochen wiederholt werden.


Ablauf einer Blutegelbehandlung


Wichtig ist, dass für die Behandlung genug Zeit eingeplant und eine ruhige Atmosphäre ermöglicht wird.

Da Blutegel sehr sensibel auf Geruchsstoffe reagieren, sollte der Hund mindestens 2 Tage vor der Behandlung nicht mehr mit Shampoo gewaschen werden und keine Cremes oder Salben aufgetragen werden, damit die Haut frei von Chemikalien und stärkeren Geruchsstoffen (auch Zigarettenrauch!) ist. Auch bei Wurmkuren, Spot-On Präparate und Cortison- oder Antibiotika-Gaben beissen die Egel schlecht oder gar nicht. Außerdem sollte auf die Fütterung von stark riechenden Zusätzen mindestens 2 Tage vorher verzichtet werden.


Der Egel wird zur Therapie an den betroffenen erkrankten Stellen am Körper des Hundes angesetzt. Für das Tier ist der Biss des Blutegels in der Regel nahezu schmerzfrei. Ein schöner Beweis dafür ist, dass die behandelten Hunde nicht versuchen, den Egel loszuwerden, sondern sich meist entspannen. Unmittelbar nach dem Biss gibt der Egel seinen Speichel, die Saliva, ab. Nach ca. 20-120 Minuten ist der Egel gesättigt und fällt einfach ab. Blutgerinnungshemmende Wirkstoffe wie das Calin und Hirudin führen dazu, dass es zu einer Nachblutung kommt, die bis zu 24 Stunden dauern kann. Diese Nachblutungen sind sehr wichtig für die Therapie, da es die Wunde reinigt und von Keimen befreit. Daher wird die Bisswunde beim Hund nur locker mit Kompressen abgedeckt und am Fell festgeklebt (kein Druckverband!), damit er sich dort nicht lecken kann.


Nach der Behandlung kann sich der Hund frei bewegen, allerdings sollte er sich ausruhen können und nicht unbeaufsichtigt bleiben.


Die positive Wirkung der Egelbehandlung setzt meist unmittelbar nach der Behandlung ein, jedoch kann es wie bei anderen naturheilkundlichen Verfahren zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Diese dauert aber in der Regel nicht länger als 2 Tage an. Bei Problemen oder Unsicherheit stehe dem Hundebesitzer auch nach der Behandlung jederzeit für Nachfragen oder Informationen zur Verfügung.


Ich benutze für die Blutegeltherapie am Hund ausschließlich Egel aus einer Egelzucht in Deutschland, die steril sind und somit für den medizinischen Einsatz geeignet sind.




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